Ein Fluss als Grenze
Nördlich von Barca d'Alva bildet der Douro über Dutzende Kilometer die Grenze zwischen Portugal und Spanien. Hier fließt er nicht breit und ruhig zwischen Weinterrassen, sondern durch eine schmale, tiefe Schlucht im Granit, deren Felswände steil zum Wasser abfallen. 1998 wurde der portugiesische Teil als Parque Natural do Douro Internacional unter Schutz gestellt, ein Gebiet von 868,35 Quadratkilometern in vier Gemeinden.
Gut zu wissen: Ein Weingebiet im Sinne des restlichen Reiseführers ist das nicht mehr. Der Portwein stammt aus der Região Demarcada do Douro, die bei Barca d'Alva endet. Wer hierher fährt, kommt wegen der Natur, der Ausblicke und der Kultur im äußersten Nordosten Portugals.

Miranda do Douro
Hauptort im nördlichen Teil des Parks ist Miranda do Douro, ein Grenzstädtchen mit rund 1.900 Einwohnern (2021) im Distrikt Bragança. Besonders ist Miranda wegen seiner Sprache: Neben Portugiesisch wird hier Mirandesisch (mirandés) gesprochen, und in dieser Sprache heißt die Stadt Miranda de l Douro. Auch die Dörfer der Gemeinde tragen einen mirandesischen Namen.
Die Gemeinde Miranda do Douro
Die Gemeinde Miranda do Douro umfasst 487,18 Quadratkilometer und 13 Freguesias (Ortsteile) und hatte 2025 gut 6.000 Einwohner. Im Norden und Osten grenzt sie an die spanische Region Castilla y León. Das Mirandesische ist hier eine lebendige Sprache; jede Freguesia hat auch einen mirandesischen Namen, etwa Sendin für Sendim und Palaçuolo für Palaçoulo. Wer herkommt, spürt schnell, wie weit der Nordosten Portugals von den Quintas und Ausflugsbooten in Pinhão entfernt ist – nicht nur in Kilometern.
Was du unternehmen kannst
- Aussichtspunkte über den Schluchten, an den Straßen im Park.
- Vogelbeobachtung an den Felswänden: Fernglas einpacken.
- Wandern auf den Wegen des Parks, am besten im Frühjahr oder Herbst.
- Die Küche von Trás-os-Montes: deftig, mit Fleisch und Würsten aus der Region; siehe Essen und Trinken.
Bootsfahrten in der Schlucht werden vor Ort angeboten; erkundige dich dort nach dem aktuellen Angebot und den Abfahrtszeiten.
Wie kommst du hin?
Ohne Auto wird es schwierig: Die Bahnlinie endet in Pocinho, und der öffentliche Verkehr in dieser Gegend ist dünn. Mit dem Auto fährst du vom Douro Superior Richtung Nordosten. Rechne ab Pinhão oder Régua mit einer langen Fahrt und plane mindestens eine Übernachtung in der Region ein. Wie du überhaupt ins Tal kommst, erklärt die Seite von Porto ins Douro-Tal.
Wie lange und wann?
Plane mindestens eine Nacht in der Gegend ein, besser zwei, wenn du auch Douro Superior und Côa sehen willst. Frühjahr und Herbst eignen sich am besten zum Wandern und Beobachten; im Juli und August ist es im Landesinneren heiß. Ende Februar und Anfang März lässt sich die Reise mit den blühenden Mandelbäumen rund um Vila Nova de Foz Côa verbinden.
Gut kombinierbar mit
Ein Abstecher in den Douro Internacional passt gut zum Douro Superior: zu den Felsbildern des Côa, zu Vila Nova de Foz Côa und Ende Februar zur Mandelblüte. Wer lieber mit Guide unterwegs ist, kann eine Privattour durch den Douro Superior buchen und sie mit einer eigenen Fahrt nach Norden verbinden.

geprüft
21.10.2026
Private Tour Douro Superior und Felskunst im Côa-Tal
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Am Fluss entlang
Von West nach Ost, in der Reihenfolge des Flusses und der Douro-Bahn
- AmaranteTor am Tâmega
- Peso da RéguaBeginn des Cima Corgo
- PinhãoBahnhof mit Azulejos
- TuaEndpunkt des historischen Zugs
- PocinhoEndbahnhof der Linie
- Miranda do DouroSchluchten an der Grenze
Fotos auf dieser Seite
- Parque Natural do Douro Internacional · Elisa.rolle · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Prehistoric Rock-Art Site of the Côa Valley - Penascosa - Bull @ 2011-08-06 · Reino Baptista · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons